Geschichte

Geschichte der mineralogischen Sammlungen

 

 

Der Ursprung der mineralogischen Sammlungen des Naturhistorischen Museums Bern kann bis mindestens 1721 zurückverfolgt werden, als die drei Quarzkristalle vom Zinggenstock (Grimselgebiet, Berner Oberland) der Stadtbibliotheke Bern übergeben wurden.
 
Die erste bedeutende Sammlung und damit der Grundstock der Sammlung  war das Mineralienkabinett von Gabriel Albrecht von Erlach (1739-1802), er verkaufte sie an die Helvetische Republik, damit er Kriegskontributionen bezahlen konnte. Später wurde die Sammlung der Stadt Bern übergeben. Als das Museum offiziell gegründet wurde 1832 (noch am Bibliotheksstandort), erbte es die erdwissenschaftlichen Sammlungen von der Stadtbibliotheke. 
 
Die mineralogisch-petrographische Sammlung wuchs in den Jahren 1869-1887 stark, vor allem durch einige individuelle Donationen von Privaten wie Friedrich Bürki-Marcuard (1819-1880), Edmund von Fellenberg (1838-1902), Anton Gottlieb Simon (1780-1855) und Bernhard Rudolf Studer (1794-1887). 
 
Diese Geschichte der Sammlung ist im Detail nachzulesen bei Stalder (1982a und b).
 

 

Die Geschichte der paläontologischen Sammlungen


Die ältesten Fossilien der paläontologischen Sammlung gehen mindestens zurück au f1803, als die Kollektion von D. Sprüngli ans Museum gelangte. Durch die Sammlungsaktivität des Kurators B. Studer und der Donation von C. Brunner in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die Sammlung stark. Durch den Eingang der grossen Sammlung des privaten Wissenschaftlers W. A. Ooster in 1868, wuchs vor allem der alpine Anteil mit seltenen Fossilien aus den Schweizer Alpen. Andere Sammlungsteile oder wichtige Einzelobjekte wurden gegeben durch F.L. Koby, O. Hug, J. Uhlmann, F. Bürki-Marcuard, B. Hostettler, A. Klee, W. Bühler, Dr. med. H. Dreifuss (Trilobitensammlung) oder gekauft von J. Wegmüller (Hai- und Knorpelfisch-Zähne).
 
Grabungen und Aufsammlungen unter den Kuratoren Ed. Gerber und Th. Pfister zwischen 1907 und 1996 ergaben viel sehr wertvoll dokumentiertes Material, vor allem aus der Oberen Meeresmolasse der Umgebung Bern (Burdigalien).
 
 

Konservatoren (Abteilungsleiter) der NMBE-Erdwissenschaftlichen Sammlung

 
Namen, Interessensgebiete und Verantwortlichkeiten der für die erdwissenschaftlichen Sammlungen verantwortlichen Personen der letzten 200 Jahre erlauben einen historischen Rückblick und helfen begründen, warum, welcher Sammlungsteil, wann gefördert worden ist.
Jakob Samuel Wyttenbach (1748-1830) >
Schaute zur Sammlung in der Stadtbibliothke, 1. Präsident der Aufsichtskommission. 
- Daniel Rätzer (1770-1808) Mineraloge, 1. Konservator 1802-1808
- Bernhard Rudolf Studer (1794-1887) Konservator (Teilzeit) ±1820-±1870
Professor für Geologie an der Universiät Bern 
- Isidor Bachmann (1837-1884) Konservator (Teilzeit) 1871-1884
Professor für Geologie an der Universiät Bern
- Richard Armin Baltzer (1842-1913) Konservator (Teilzeit) 1884-1889
Professor für Geologie an der Universiät Bern (Aarmassiv, Zentralalpen)
- Edmund v. Fellenberg (1838-1902) Konservator (Teilzeit) 1889-1902
Minen-Ingenieur, Alpinist, Alpiner Geologe (Sachsen, Zentralalpen)
- Ernst Kissling (1865-1936) Konservator (Teilzeit) 1902-1907
Erdölgeologe
- Eduard Gerber (1876-1956) Konservator (Teilzeit) 1907-1956
Gymnasiumslehrer, Geologe (Geologie und Paläontologie des Kt. Berns)
- Hans Adrian (1890-1979) Konservator (Teilzeit) 1956-1962
Erdölgeologe, Lehrer (Mexico, Kanton Bern)
- Hans Anton Stalder (*1925) Konservator 1962-1990
Mineraloge, Honorarprofessor der Universiät Bern (Alpine Kluftmineralien, Grimselgebiet, Fluide Einschlüsse, Topographische Mineralogie, Systematische Mineralogie)
- Beda Anton Hofmann (*1960) Konservator seit 1990
Mineraloge (Mineralogie und Geochemie von Mineralisationen Seltener Erden, Meteoriten, Geomikrobiologie, Mikrobielle Fossilisierung, Astrobiologie)