Rock Fossils: Die heimliche Liebelei zwischen Rockmusik und Paläontologie

Datum: 
11. Februar 2015

Sonderausstellung «Rock Fossils – Ja, es ist Liebe!»

18. März bis 31. Mai 2015
www.rockfossils.ch
Am 18. März 2015 beginnt im Naturhistorischen Museum der Burgergemeinde Bern die spektakuläre Ausstellung «Rock Fossils». Sie lüftet eine heimliche Affäre der Paläontologie: Die Leidenschaft für harte Rockmusik. Die Sonderausstellung wird mit einem exklusiven Konzert der international erfolgreichsten Schweizer Band Eluveitie eröffnet – Gratis-Tickets gibt’s noch bis zum 23. Februar auf www.rockfossils.ch
Es gibt Wissenschaftler, die neuen, bislang unbekannten Tierarten Namen geben, die einen Bezug auf den Fundort oder die Form haben. Und es gibt Wissenschaftler, die widmen eine neue Art ihrem liebsten Rockstar. Und offenkundig gibt es gerade in der Paläontologie eine Menge Wissenschaftler, die nicht nur Fossilien lieben, sondern mit derselben Leidenschaft der Rockmusik frönen – der harten Rockmusik. Die Sonderausstellung «Rock Fossils – Ja, es ist Liebe» lüftet diese bislang verdeckt gehaltene Liebelei der Naturwissenschaften. 
 
Die Sonderausstellung präsentiert 36 Dinosaurier und andere Fossilien, welche die Namen von Bands oder Sängern aus der Rockszene tragen. Jeder der Rock-Legenden wird in Wort (deutsch/englisch) und Bild porträtiert. So haben AC/DC, Lemmy von Motörhead, Ramones, Beatles, Rolling Stones und die Sex Pistols ihren Platz in der Erdgeschichte eingenommen. 
 
Die Ausstellung wurde erstmals im Geomuseum in Faxe (DK) gezeigt. Dort sorgte sie für weltweites Aufsehen, gerade in der Metal-Szene. Das Naturhistorische Museum der Burgergemeinde Bern (NMBE) hat die Ehre, die Ausstellung als erstes Haus ausserhalb Skandinaviens zu zeigen – etwa noch vor dem Museum für Naturkunde in Berlin. 
 
Inzwischen hat die Ausstellung prominenten Zuwachs erhalten: Das kürzlich entdeckte Fossil eines Urahns der Flusspferde, das aufgrund seiner vollen Lippen nach Mick Jagger benannt worden ist, wird zum ersten Mal mit einer Rekonstruktion und Skelett-Resten zu sehen sein. 
 
Eine substanzielle Erweiterung erfährt die Ausstellung aber durch das Naturhistorische Museum Bern selber: Die Paläontologen des Naturhistorischen Museum Bern widmen eine bislang unbekannte Seeigel-Art der Band Eluveitie. Bei Paracidaris eluveitie handelt es sich um einen 160 Millionen Jahre alten, kürzlich im schweizerischen Jura (Auenstein, AG) entdeckten Stachelhäuter, der mit den Ornamenten seines Gehäuses an die Verzierung keltischer Schmuckgegenstände erinnert. Beim Bandnamen Eluveitie handelt es sich um die etruskische Form des keltischen Wortes Helvetios («Der Helvetier»). 
 
Plattenladen in der Ausstellung und Führungen mit DJ und Bar
Das Rahmenprogramm stellt einen wichtigen Teil der Sonderausstellung dar. Neben den Konzerten wird samstags und sonntags ein Plattenladen in der Ausstellung geöffnet sein – unterhalten wird er von Rathouse Records aus Bern. Zudem wartet das Haus mit unkonventionellen Vorträgen und Führungen auf. «Stage Dive» lautet der Titel der unkonventionellen Führungen:  Die Besucherinnen und Besucher können in einen wissenschaftlichen Aspekt des Themas eintauchen, sich dabei die passende Musik anhören und an der Bar ein Bier trinken. 
 
Ticketverlosung für Eluveitie
Die Ausstellung «Rock Fossils» wird krachend laut eröffnet: Mit einem exklusiven Konzert von Eluveitie im Skelettsaal des Museums am 18. März 2015 (Türe: 19.30h, Beginn: 20:30h). Der Gig ist zwar gratis – es gibt aber lediglich 300 Tickets. Die Eintritte werden auf www.rockfossils.ch verlost. Am Konzert überreichen die Paläontologen des Naturhistorischen Museums der Band eine neue fossile Seeigel-Art, die auf ewige Zeiten den Namen Paracidaris eluveitie tragen wird. 
 
 Die Ticketverlosung für Eluveitie auf rockfossils.ch läuft noch bis zum 23. Februar! 
 
Medienkonferenz 
18. März, 14 Uhr, Treffpunkt beim Eingang des Naturhistorischen Museum
Unsere Ausstellungsgestalter und Paläontologen präsentieren die Ausstellung «Rock Fossils» – in Anwesenheit von: Mats Eriksson, Paläontologie-Professor an der Universität Lund (SWE), sowie Chrigel Glanzmann, Frontsänger von Eluveitie.
Bitte melden Sie sich bis zum 11. März 2015 auf simon.jaeggi(at)nmbe.ch an! 
 
 Kontakt: Simon Jäggi, simon.jaeggi@nmbe.ch, +41 (0)31 350 72 97