Neuer Streichelbär ersetzt den legendären Oldie

Datum: 
4. April 2014
«Bitte nicht berühren» – eine Aufforderung, mit denen Museumsbesucher oft konfrontiert werden. Nicht so beim Streichelbär. Seit Jahrzehnten steht im Naturhistorischen Museum Bern im ersten Stock ein Mutz, den die kleinen Besucher nach Lust und Laune berühren, streicheln und knuffen dürfen. Der altbekannte Streichelbär stand seit 1985 im Einsatz. Die vielen, vielen Streicheleinheiten haben ihre Spuren hinterlassen: Der Bär hat inzwischen kaum noch Fell an der Nase. 
 
Nun geht der Streichelbär in Rente. Vielleicht wird er hin und wieder im Museum auftauchen – so soll er kürzlich an der «Bar der toten Tiere» gesichtet worden sein. Ersetzt wird er durch einen jungen Mutzen, der mit seinem treuherzigen Blick die Herzen der Kinder im Sturm erobern wird. Der Syrische Braunbär lebte im Tierpark Goldau. 
 
Bis in die 1970er-Jahre wurde in der Präparation oft giftiges Arsen verwendet. Ältere Präparate sollten daher nicht berührt werden. Das ist heute nicht mehr der Fall. Bei der Präparation versucht das Naturhistorische Museum möglichst gänzlich auf giftige Stoffe zu verzichten. Den Streichelbär zu berühren, ist daher völlig unbedenklich. Die Präparatoren haben den Streichelbär einzig etwas stabiler montiert als andere Objekte – schliesslich soll auch der neue Streichelbär nun einige Jahre den Kindern Freude bereiten.