Dank der Wüste entstehen neue Arten

Datum: 
24. Januar 2014
Wüsten gelten als lebensfeindlich, aber Wüsten tragen auch dazu bei, dass die Artenvielfalt wächst. Das belegt der Ornithologe Manuel Schweizer vom Naturhistorischen Museum Bern anhand zweier Untersuchungen, die in Kooperation mit marokkanischen und israelischen Forschern entstanden sind. Schweizer hat die Populationen von Schwarzrücken-Steinschmätzern und Kragentrappen erforscht – anhand von DNA-Material. Die Kragentrappe hat im arabischen Raum eine enorme Bedeutung, da sie das liebste Jagdobjekt in der Falknerei darstellt.
 
Schweizer zeigt erstmals auf, wie die Vielfalt in beiden Vogelgruppen entstanden ist. Die Diversifizierung beider Vogelgruppen lief parallel zur Bildung der Sahara und der Wüsten im Nahen Osten ab. Die Aufspaltung der Populationen fiel dabei mit Phasen extremer Trockenheit am Ende des Pleistozäns zusammen – vor etwa einer Million Jahre. Beide Vogelgruppen beanspruchen gewisse Strukturen in ihrem Lebensraum und können in extrem trockenen Wüstengebieten nicht überleben. Das lässt den Schluss zu, dass die Vielfalt durch Wüstenbildung erzeugt wurde.
 
Pressetext: 
Weiterführende Informationen siehe Pressemitteilung. Bei Verwendung des Bildes, bitte in der Legende «Lisa Schäublin/NMBE» erwähnen.
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