Weltuntergang – Ende ohne Ende

10. November 2017 - 10. November 2022

In sieben thematischen Räumen schlägt die Ausstellung «Weltuntergang – Ende ohne Ende» einen weiten Bogen – von sachlicher Analyse über Prophezeiungen und Spekulationen bis zu offener Lust am Untergang. Harte Wechsel und fliessende Übergänge vermitteln in einem komplexen, immer wieder auch bewusst roh gehaltenen Raumgefüge das Gefühl einer einzigen Erzählung, die jedoch immer wieder neu ansetzt und unterschiedliche Diskurse teils verknüpft, teils miteinander konfrontiert.


Die sieben Räume: Ein Gang durch die Ausstellung


Das Vorspiel: Die Treppe

Der Zugang zur Ausstellung beginnt für alle, die nicht den Lift nehmen, im Erdgeschoss. Eine Bautreppe lädt zum Aufstieg ins dritte Geschoss. Die Belohnung: Begegnung mit populären Videofunden aus dem Internet, in denen humorige, makabere oder fundamentalistische Sequenzen einen Vorgeschmack auf die Ausstellungsthemen geben, zusammen mit ersten künstlerischen Beiträgen.

Raum 1: Die einzige Gewissheit

Die eigentliche Ausstellung präsentiert zu Beginn das absehbar endgültige Ende. Gewiss ist nämlich nur ein Weltuntergang. In rund zwei Milliarden Jahren wird es auf der Erde so heiss, dass alles Leben erlischt, und in viereinhalb Milliarden wird sich die Sonne zu einem Roten Riesen aufblähen und verbrennen. Dieses Ende evoziert eine eindrückliche Lichtinstallation, die von der Berliner Medienagentur TheGreenEyl geschaffen wurde; sie verwandelt den Raum in ein kompaktes Bild jenseits konkreter Erzählungen.

Raum 2: Der ständige Untergang

Im zweiten Raum geht es um die Omnipräsenz des Untergangs – in unseren Vorstellungen, Prophezeiungen und Hoffnungen, aus den Medien und Religionen. Hier wartet eine Fülle von Bildern und Audiodokumenten: Aus fünf Lautsprechern wird eine Montage von Endzeittexten eingespielt; später trifft das Tympanon vom Eingangsportal des Berner Münsters mit dem Jüngsten Gericht auf eine Theaterinszenierung der Johannes-Apokalypse oder auf eine Hollywood-Reise durch knapp vierzig Untergangs-Filme. In diesen Endzeitvisionen kommt der endgültige Untergang nur selten vor: Nach der Zerstörung des Bösen und Sündigen folgt zumeist eine neue, bessere Zeit. Eine Skulptur – «Souvenir from Hell» – von Jake und Dinos Chapman, eine Videoarbeit von Roberto Fassone und eine Echtzeit-Medienarbeit von Marc Lee liefern ironische Zuspitzungen. 

Raum 3: Die gefährdete Erde

Das Bild des blauen Planeten, der erst aus dem Weltraum fotografiert werden konnte, ist eine der wirksamsten Botschaften für die Verletzlichkeit der Erde. Deshalb handelt dieser Raum von realen Gefahren. Das sind kosmische und irdische Katastrophen wie Meteoriteneinschläge oder Vulkanausbrüche. Roman Signer lässt in einem künstlerischen Beitrag den Vulkan von Wörlitz ausbrechen. Für die Bedrohung aus dem All steht eines der vielen Objekte exemplarisch: ein Fenster aus Tschelijabinsk, wo sich in Russland vor vier Jahren der bisher am besten dokumentiere Meteoritenfall ereignet hat. Die grösste Gefährdung für den Menschen bleibt jedoch der Mensch selbst. Eine Metapher für die Selbstzerstörung durch Konsum bietet etwa das dänische Künstlerkollektiv Superflex, das – Sintflut heute! – eine McDonalds-Filiale unter Wasser setzt, während Julian Charrière mit seinem Film auf dem Bikini-Atoll, wo in den 1950er-Jahren eine Serie von Atombombentests durchgeführt wurde, bedeutsame Erinnerungsarbeit betreibt. Für die Spuren zum menschlichen Wirken auf der Erde stehen auch zwei weitere eindrückliche Objekte: zum einen das zwei Meter grosse, im 3D-Print-Verfahren hergestellte Skelett eines Industrie-Masthuhnes von Andreas Greiner (Hühnerknochen dokumentieren auf der ganzen Welt die Präsenz von Menschen) und zum andern ein Eisbohrkern aus Grönland, der nur dank aufwändiger Technik überhaupt ausgestellt werden kann. Untersuchungen solcher Eisschichten beweisen, dass der Gehalt an Kohlendioxid in den letzten Jahrzehnten steil nach oben geschossen ist – im Vergleich zu den 800 000 Jahren zuvor. Auch die Fotografien von Armin Linke oder die Globen von Ingo Günther erzählen von Veränderungen, die erst im genauen Hinsehen zu erfassen sind.

Raum 4: Das grosse Sterben

Im Laufe der Erdgeschichte lösten Naturkatastrophen schon mindestens fünf grosse Massenaussterben aus. Wahrscheinlich erleben wir derzeit das sechste, ausgelöst durch den Einfluss des Menschen. Nur eines von unzähligen Beispielen ist der Rotkopfwürger – ein Vogel, der noch vor zehn Jahren in unseren Gärten brütete. Weltweit verschwinden jährlich tausende von Arten – einigen davon geben die Aufnahmen von Joël Sartore eine Würde und ein Gesicht. Selbst die Anzahl der Fische, Amphibien, Vögel und Säugetiere geht massiv zurück; sie hat sich seit den 1970er-Jahren halbiert. Ein wandfüllender Animationsfilm schildert das Werden und Vergehen, das sich über Hunderte von Millionen Jahre hinzog. Die Projektion wird beobachtet von stummen Zeugen, zumeist Fossilien. Aber auch Menschen sterben, seit sie auf der Erde sind, unter katastrophalen Umständen. Ihre Städte kommen und vergehen – Camille Henrot zeigt es in einem imaginären Display an. Und Katie Paterson zeichnet eine Karte aller bereits verschwundenen Sterne.

Raum 5: Das fröhliche Leben

Die ständige Bedrohung sorgt nicht nur für Ängste. Sie befördert Trotz, Verdrängung, aber auch Kreativität. «Davon geht die Welt nicht unter» singt Zarah Leander zusammen mit einem Saal voller schunkelnder Nazi-Offiziere. Die Aussicht auf die Apokalypse generiert Visionen, Irrsinn, Musik, Fluchtpläne, Rettungsrezepte – und manchmal auch einfach Geld, wie im Falle der Luxusbunker, die in den USA an Endzeitflüchtlinge verkauft werden. Sich auf die Katastrophe vorzubereiten, kann einem Leben durchaus Sinn stiften –die vitale Prepper-Szene beweist es. Aber auch die Tierwelt reagiert auf veränderte Lebensbedingungen. Die Designerin Kathryn Fleming lässt sich von diesen Prozessen inspirieren; probeweise hat sie drei Tierarten geschaffen, die dank neuer Eigenschaften für eine zukünftige Welt gerüstet sind. Eine Welt, die im Film imaginiert werden muss, und der entfliehen kann, wer die Reise zum Mars auf sich nehmen mag, ensteht ausserhalb der Erde: die NASA lobt bereits Architekturwettbewerbe für Mars-Habitate aus.

Raum 6: Die taumelnde Welt

Immer wieder gerät das, was Menschen als ihre Welt empfinden, aus den Fugen. Weltuntergänge äussern sich in weit weniger drastischeren Form als im Ende des Lebens oder der Erde. Demenzkranken entgleitet ihre Wirklichkeit. Und wenn ein Herz zerbricht, kann auch eine Welt untergehen – die Objekte aus dem Museum of Broken Relationships sind Trümmer solcher Untergänge. Existentielle Verunsicherung greift um sich, in den Nadelstichen der Alltagsmeldungen zwischen Tiefsee, Drohnenbestäubung, Dystopien und Sehnsüchten ebenso wie im Trugbild des Sieges, den Elodie Pong von Lawinenschnee zudröhnen lässt. Batoul Shimis Weltgefässe wiederum demonstrieren in aller Stille den Druck, dem sie ausgesetzt sind, während die Flugversuche von Gino de Dominicis auf einem anrührend vergeblichen Bemühen beharren. Ein paar Schritte weiter lädt Bazon Brock zur philosophischen Rast: Apokalyptisches Denken, so sein Ratschlag, ist die unerlässliche Voraussetzung für jedes zielgerichtete Handeln.

Raum 7: Das offene Ende

Die Welt ist noch nicht untergegangen, das Ende ist offen. Die Ausstellung schliesst deshalb nicht mit einem Fazit, sondern mit einem künstlerischen Beitrag auf Zeit. Die Spielregel, die sich das Museum gegeben hat, ist einfach: Eine Künstlerin oder ein Künstler wird eingeladen, für die Dauer eines Jahres den letzten Raum zu gestalten und damit einen spezifischen Schlusspunkt zu setzen. Auf diese Weise wird «Weltuntergang» über die Jahre hinweg immer wieder vom Ende her neu kommentiert; der Umbau erfolgt jeweils vor den Augen des Publikums, bei geöffneter Ausstellung. Die Installation Fist Teeth Money von Beni Bischof eröffnet diese Reihe mit einem spektakulären Mix aus unterschiedlichsten Lebens- und Medienrealitäten, in dem Banalität, Groteskes und unverhoffte Empathie immer neue und überraschende Allianzen generieren.

Natur und Kultur, Angst und Mut, Einbildungen und Katastrophen: die neue Ausstellung «Weltuntergang»

 

Die Ausstellung «Weltuntergang – Ende ohne Ende» ist für das Naturhistorische Museum Bern in vielerlei Hinsicht ein Aufbruch: Sie führt Kultur- mit Naturwissenschaften zusammen, und sie bezieht gezielt künstlerische Arbeiten ein. Zudem bespielt die Institution der Burgergemeinde Bern damit erstmals neue Räumlichkeiten. «Weltuntergang» führt die Besucherinnen und Besucher durch ein Wechselbad: Die Vorstellung vom Untergang verängstigt und fasziniert gleichzeitig. Katastrophen zerstören Welten, sie fördern aber immer auch die Kraft des Lebens zu Tage. Die Schau entstand in Zusammenarbeit mit dem Ausstellungsmacher Martin Heller und seinem Team von Heller Enterprises.

 

Nährboden für unsere Ängste

Der Weltuntergang – das ist kein klassisches Ausstellungsthema für ein Naturmuseum. Schliesslich handelt es sich um kein naturwissenschaftliches Phänomen, viel eher um eine menschliche Erfindung. Klar, die Natur ist für den Menschen eine Gefahr – bis heute sind wir den unbändigen Kräften von Stürmen oder Vulkanen ausgeliefert. Naturkatastrophen liefern seit jeher einen Nährboden für unsere Ängste. Doch am meisten fürchten sollte sich der Mensch wahrscheinlich vor sich selber. Dass sich die Menschheit aus eigenem Verschulden auslöscht, darüber fantasiert sie schon länger. Konkreter wurde dieses Szenario am 6. August 1945, 8.15 Uhr Ortszeit, als die erste Atombombe über Hiroshima gezündet wurde. Für eine erschreckend hohe Zahl der Tierarten auf der Erde wiederum bedeutete bereits das Erscheinen des Homo sapiens den Untergang. Findet gegenwärtig das sechste Massenaussterben statt, ausgelöst vom Einfluss des Menschen? Unbestritten ist, dass die Artenvielfalt auf der Erde rasant abnimmt – ein Untergang, der sich tagtäglich abspielt, still und oft unbemerkt.

Aufbruch mit einer neuen Strategie: Natur und Kultur

Die Ausstellung «Weltuntergang – Ende ohne Ende» im Naturhistorischen Museum Bern (geplante Dauer: fünf Jahre) greift ein uraltes Thema auf, das jedoch brandaktuell ist. Die Schau versammelt naturwissenschaftliche, gesellschaftliche und künstlerische Blicke auf die unendliche Geschichte des Endes. Bilder, Funde und Erzählungen aus Wissenschaft, Kultur und Kunst stehen nebeneinander und fordern sich gegenseitig heraus. Das so erzeugte Wechselbad konfrontiert die Besucherinnen und Besucher mit eigenen Vorstellungen und Erfahrungen. Wer sich hier treiben lässt, mag sich zwischen Menschenleben und Universum, Bestätigung und Verunsicherung verlieren. Dabei erhebt die Ausstellung keinen Mahnfinger und verbreitet keine Grabesstimmung. Viel eher zeigen sich die Gegensätze auch in den Stimmungen, welche die Ausstellung freisetzt: Ängste erzeugen auch Mut. Und Katastrophen fördern stets auch die Kraft des Lebens zutage.

Für das Naturhistorische Museum Bern bedeutet die Ausstellung einen Aufbruch. In seiner Strategie will das Haus zukünftig mehr auf temporäre Ausstellungen setzen. Dafür fehlte bislang ein geeignet grosser Raum. Neu kann die Institution der Burgergemeinde Bern zwei Etagen im 1998 eröffneten Anbau mit Ausstellungen bespielen, die bisher fremdvermietet waren. Im dritten Stock macht «Weltuntergang» auf über 600 Quadratmetern den Anfang; die zweite, gleich grosse Etage soll 2019 eröffnet werden. «Weltuntergang – Ende ohne Ende» steht aber auch für die seit jüngerer Zeit verfolgten Ausrichtung, Natur und Kultur zu verbinden.

Heller Enterprises und Holzer Kobler als Partner

Entwickelt wurde «Weltuntergang» gemeinsam mit Heller Enterprises, Zürich, dem Unternehmen des Ausstellungsmachers und ehemaligen künstlerischen Direktors der expo.02, Martin Heller. Nach der Schweizerischen Landesausstellung zeichnete Heller unter anderem verantwortlich für die Intendanz von Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas; im kommenden Jahr realisiert er zusammen mit Holzer Kobler Architekturen, Zürich, einem international tätigen Büro für Architektur, Ausstellungen und Design, eine Dauerausstellung zur Stadt Zürich im Schweizerischen Landesmuseum. Die eigenwillig prägnante Szenografie von «Weltuntergang» stammt ebenfalls von Holzer Kobler Architekturen.

    Stimmen der Ausstellungsmacher

     

     Martin Heller, Heller Enterprises

    «Der Weltuntergang geht alle an. Eine Ausstellung zu dieser Thematik bewegt sich zwangsläufig und ständig zwischen High und Low. Sie wechselt locker von kultureller und wissenschaftlicher Reflexion zu alltäglichen, populären Wahrnehmungen. Und: Sie darf sich ungeniert mit Trash einlassen und muss doch ernsthaft sein. Etwas Schöneres kann einem als Ausstellungsmacher kaum passieren – der Weltuntergang als Lizenz für Rollenspiele der feinsinnigen wie der grobstofflichen Art.»
     

    Julia Stoff, Heller Enterprises

    «Die rund zwanzig künstlerischen Beiträge bringen unterschiedlichste Sichtweisen in die Ausstellung ein. Sie kommentieren die wissenschaftlichen Darstellungen, stellen sie in Frage, bestätigen, ironisieren oder ergänzen sie. Damit etablieren die Arbeiten eine zusätzliche Diskursebene, durch alle Räume hindurch bis hin zum offenen Ende. Die Vielfalt und Internationalität der künstlerischen Positionen belegt zudem eine existentielle Attraktivität des Themas.»
     

    Frerk Froböse, Heller Enterprises (Projektleitung)

    «Weltuntergang: das Wort klingt endgültig und definitiv. Dabei sind die möglichen Zugänge scheinbar endlos. Unsere Ausstellung begegnet diesem Ende ohne Ende, indem sie unterschiedliche und zuweilen widersprüchliche Positionen versammelt. Nicht nur natürliche und von Menschen verursachte Bedrohungen treffen aufeinander – auch harte Fakten und mutige Spekulationen, Angst und Hoffnung. Der Gewinn für das Publikum? Ein interdisziplinäres apokalyptisches Wechselbad in sieben Räumen.»
     

    Tristan Kobler, Szenographie Holzer Kobler Architekturen

    «Welche Architektur braucht der Weltuntergang? Vor allem geht es darum, den unkontrollierbaren Kräften, die sich jedem Gestaltungswillen widersetzen, eine starke Form zu geben. Zur Ausstellung steigen wir hoch, der Sonne entgegen. Ab da sind wir gefangen: in Räumen, die sich aus einer ganz eigenen – nur vermeintlich willkürlichen – Linienführung herauskristallisieren. Gelockt von einer Ästhetik der Reduktion und getrieben von den In-halten finden wir unseren Weg bis zum sicheren Ende – der Ausstellung.»
     

    Christoph Beer, Direktor Naturhistorisches Museum Bern

    «Diese Ausstellung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Umsetzung unserer neuen Strategie, naturwissenschaftliche Aspekte mit jenen der Kulturwissenschaften, Kunst und Gesellschaft zu verbinden. Durch die innovativen Ausstellungskonzepte möchten wir das Berner Museum als national bedeutendstes Naturmuseum positionieren und über die Landesgrenzen hinaus bekannt machen. Mit einer multispektralen Betrachtungsweise der Ausstellungsthemen wollen wir einen grossen und erweiterten Publikumsfächer von viel-seitig interessierten Besuchern ansprechen. Indem wir den Besucher mit relevanten Aktualitäten und eigenen Erfahrungen konfrontieren, möchten wir möglichst vielen die Tore zu einem tiefen und inspirierenden Themen- und Naturverständnis öffnen.»

     

    Dora Strahm, Ausstellungskuratorin Naturhistorisches Museum Bern

    «Weshalb macht ein Naturhistorisches Museum eine Ausstellung zum Weltuntergang? 
    Weil es eine grossartige Geschichte ist, die berührt und umtreibt. Zudem ist der Weltuntergang jederzeit brandaktuell und schert sich um interdisziplinäre Grenzen: Er verknüpft virtuos Themen aus Wissenschaft und Kunst. Wir haben ihn furchtlos untersucht, aber nicht entzaubert – der Weltuntergang bleibt ein Mysterium.»

     

    Beda Hofmann, Leiter Erdwissenschaften Naturhistorisches Museum Bern

    «Asteroiden-Einschläge und nahe Supernovae sind möglich, aber wenig wahrscheinlich. Es ist wichtig, dass wir uns dieser Gefahren und damit der Fragilität unseres Daseins bewusst sind. Unsere Möglichkeiten, Megakatastrophen zu beeinflussen, sind jedoch sehr beschränkt. Wichtiger scheinen mir ein sorgsamer Umgang mit der Erde und der Schutz bedrohter Menschen in Erdbeben- und Vulkanzonen.»

      Beteiligte Künstler/innen

       

      Beni Bischof
      *1976 in St. Gallen, lebt und arbeitet in St.Gallen und Widnau
      benibischof.ch
       
      Michele Bressan
      *1980, lebt und arbeitet in Bukarest
      www.michelebressan.ro
       
      Jake & Dinos Chapman
      *1966 in Cheltenham und 1962 in London, leben und arbeiten in London
      jakeanddinoschapman.com
       
      Julian Charrière
      *1987 in Morges, lebt und arbeitet in Berlin
      julian-charriere.net
       
      Chiu Chih
      * in Taipei, lebt und arbeitet London und Shanghai
      www.chiuchih.com
       
      Gino de Dominicis
      1947 in Ancona – 1998 in Rom
       
      Roberto Fassone
      * 1986 in Savigliano, lebt und arbeitet in Florenz
      www.jamaicainroma.com
       
      Omer Fast
      *1972 in Jerusalem, lebt und arbeitet in Berlin
      www.gbagency.fr/en/42/Omer-Fast/
       
      Andreas Greiner
      *1979 in Aachen, lebt und arbeitet in Berlin
      www.andreasgreiner.com
       
      Ingo Günther
      *1957 in Bad Eilsen, lebt und arbeitet in New York
      ingogunther.com
       
      Camille Henrot
      *1978 in Paris, lebt und arbeitet in New York
      www.camillehenrot.fr/en/work
       
      Marc Lee
      *1969 in Knutwil, lebt und arbeitet in Eglisau
      http://marclee.io
       
      Armin Linke
      *1966 in Mailand, lebt und arbeitet in Mailand und Berlin
      www.arminlinke.com
       
      Vladimir Nikolić
      *1974 in Belgrad, lebt und arbeitet dort
      www.vladimir-nikolic.com
       
      Katie Paterson
      *1981 in Glasgow, lebt und arbeitet in Berlin
      katiepaterson.org
       
      Elodie Pong
      *1966 in Boston, lebt und arbeitet in Zürich
      www.elodiepong.net
       
      Batoul Shimi
      *1974 in Asilah, lebt und arbeitet in Tétouan
      www.roseissa.com/artists/Batoul/Batoul-Shimi1.html
       
      Roman Signer
      *1938 in Appenzell, lebt und arbeitet in St. Gallen
      www.romansigner.ch
       
      Kasper Sonne
      *1974 in Kopenhagen, lebt und arbeitet in New York
      www.kaspersonne.com
       
      Superflex
      gegründet 1993 von Bjørnstjerne Reuter Christiansen (*1969), Jakob Fenger (*1968), Rasmus Nielsen (*1969), leben und arbeiten in Kopenhagen
      superflex.net
       

        Raum 7: Das offene Ende mit Beni Bischof

         
        In seiner für das Naturhistorische Museum Bern entwickelten Arbeit öffnet Beni Bischof vielfältige Bezüge zu den Themen der Ausstellung. Popkulturelle Bilder stehen neben Symbolen für Macht und Gewalt, Sehnsüchte und Bedrohungen werden dekonstruiert. Eine ironische und absurde Überdosis an Bildern spielt mit den Ängsten, Spekulationen und Selbsttäuschungen der heutigen Zeit. Bischof absorbiert die Umwelt und überträgt seine Beobachtungen und Empfindungen explosionsartig zu einer irritierenden und raumgreifenden dystopischen Erzählung – ein Spiel mit dem Weltuntergang..
         
        Beni Bischof
        Fist Teeth Money
        2017
        Mixed Media
        Courtesy des Künstlers
         
        «Meine Arbeiten entstehen aus einem chaotischen System aus Gedanken und Impulsen. Spielerisch komprimiere ich das Groteske, Lächerliche, Banale und Absurde auf kryptische und ironische Weise in einer Vielzahl von Medien. Ich übersetze spontane Gedanken zu sozialen und politischen Themen in bizarre und skurrile Nachrichten in Wörtern und Symbolen entwaffnender Unmittelbarkeit. Ich finde mein Material in Schundromanen, Modemagazinen, Werbung oder der virtuellen Welt. Ich möchte mit der wertvollen Illusion scheinbarer Exklusivität brechen und ein abgründiges Bild der Gesellschaft zeigen.»
        Beni Bischof, 2016
         
         
        Ausstellungen (Auswahl)
        Galerie Nicola von Senger (Solo), 2016 // Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam (Solo), 2016 // Discovery Award, Le Rencontres De La Photographie, Arles (Solo), 2016 // Kunstmuseum St. Gallen, 2016 // MASI, Lugano, 2016 // Kunstmuseum Liechtenstein, 2015/2016 // Fotohof, Salzburg (Solo), 2015 // Kunstmuseum Aargau, 2015 // Dads Gallery, Tschechien (Solo), 2015 // Kunsthalle Sao Paulo, Brasilien (Solo), 2014 // Fotomuseum Winterthur, 2014 // Sommer & Kohl, Berlin, 2014 // Tableau, Zürich (Solo), 2014 // HaRiviera Gallery, Bat-Yam, Israel, 2014 // Museum Bärengasse, Zürich, 2014 // Online Biennale, 2013 // Fumetto, Luzern (Solo), 2011 // Kunst Halle Sankt Gallen (Solo), 2010 
         
        Publikationen (Auswahl)
        Texte 2, Edition Patrick Frey, Zürich, 2016 // RAMBO FIRST BLOOD PART II, Nieves Publishing, Zürich, 2016 // Texte 1, Edition Patrick Frey, Zürich, 2015 // Psychobuch, Edition Patrick Frey, Zürich, 2014 // Cillit Bang, Dash, Omo & Friends, Nieves Publishing, Zürich, 2011 // Laser Magazin www.lasermagazin.ch, seit 2005 
         
        Preise (Auswahl)
        Manor Kunstpreis, 2014 // Swiss Caps Art, 2013 // Förderpreis der Stadt St.Gallen, 2012 // Swiss Art Award, 2009 und 2010
         
        Courtesy Sunset: Kunstsammlung Kanton St. Gallen