Steine der Erde

Die Ausstellung "Steine der Erde" zeigt einen Querschnitt durch die erdwissenschaftlichen Schätze des Museums. Steine sind ein unerschöpfliches Archiv der Erdgeschichte.

Ein wichtiger Teil der Ausstellung ist die Mineralogie mit den Kapiteln "Mineral und Mensch", "Bildungsbereiche der Mineralien", "Diamanten", "Mineralien der Schweiz" und "Meteoriten" und dem am 14. Mai 2011 neu eröffneten Teil Riesenkristalle - der Schatz vom Planggenstock. Ein Teil der Ausstellung Erde - Planet und Lebensraum musste der Planggenstock-Ausstellung weichen. Von dieser Erdgeschichte-Ausstellung mit Fossilien sind noch zu sehen: Erde und Weltraum -Aufbau der Erde -Gesteine -Erdgeschichte mit Entwicklung des Lebens anhand vieler Fossilien -der Pfeilschwanzkrebs, ein lebendes Fossil.

Mineral und Mensch
Mineralien (natürliche Kristalle) sind für den Menschen von grösster Bedeutung als Rohstoff. In fast allen Situationen des Alltags kommen wir mit Mineralien oder daraus gefertigten Produkten in Kontakt. Wie steinzeitliche Faustkeile sind auch Autos, Computer, Gebäude und Brücken aus Mineralien hergestellt.

In der Nebelkammer wird Radioaktivität sichtbar. Beobachten Sie, wie ein wenige Millimeter grosses Stück Uraninit (Uranerz aus dem Wallis; links im Plexiglasblock) radioaktive Teilchen aussendet.

Bildungsbereiche
Eine 16 m lange, bogenförmige Vitrine zeigt einen Querschnitt durch die bunte Vielfalt der Mineralien aus den unterschiedlichsten Bildungsbereichen. Künstliche Kristalle und Mineralien von der Erdoberfläche sind ebenso zu sehen wie Proben, welche aus über 100 km Tiefe stammen.
Mineralien werden auch in Quellen gebildet. Dieses Vogelnest wurde durch rasche Ausscheidung von Calcit versteinert.

Diamanten
Diamant ist das einzige Mineral, das heute noch als Steinwerkzeug zum Einsatz kommt: Zum Thema Diamant werden nebst natürlichen Diamantkristallen und diamanthaltigen Gesteinen auch Modelle der grössten geschliffenen Steine und diverse Beispiele der industriellen Verwendung gezeigt.

Diamantkristalle
Diamantkristalle verschiedener Herkunft auf einer Unterlage von typisch brekziösem Kimberlit aus Kimberley (Südafrika).

Mineralien der Schweiz
Die bedeutendsten Mineralfunde der Schweiz stammen aus alpinen Zerrklüften. Diese Hohlräume wurden bei der Entstehung der Alpen durch gewaltige Kräfte aufgerissen. Mineralien entstanden darin vor rund 15 Millionen Jahren in 15 km Tiefe bei Temperaturen von 300 bis 450°C.

Quarzkristalle
Quarzkristalle (bis 55 cm hoch) aus einer 1719 entdeckten Kluft am Vorderen Zinggenstock (Grimselgebiet, Kt. Bern). Die ausgestellten Kristalle gelangten 1721 nach Bern. Es sind die ältesten Sammlungsstücke des Museums.
 
Erde - Planet und Lebensraum
Meteoriten sind Bruchstücke von Asteroiden, kleinen Himmelskörpern, welche die Sonne zwischen Mars und Jupiter umkreisen. Einige wenige Meteoriten stammen vom Mond und vom Mars. Meteoriten sind eine unschätzbare Informationsquelle über die Entstehung des Sonnensystems und damit auch der Erde. Sie stellen auch eine Gefahr für das Leben auf der Erde dar. Neben vielen andern sind auch Proben von fünf Schweizer Meteoriten ausgestellt.

Steinmeteorit Utzensdorf
Der Steinmeteorit Utzenstorf (Typ H5), gefallen am 16. August 1926 in der Nähe von Utzenstorf (22 km NNE Bern). Bruchstück von 2764 g mit gut ausgebildeter Schmelzkruste.

Erde - Planet und Lebensraum
Modell der Erdkugel von 1 m Durchmesser zeigt in starker Überhöhung die Oberflächenformen von Kontinentenund Meeren  Der viele Tausend Kilometer lange Riss im Atlantik ist Ort der Entstehung neuer Erdkruste.

Seismograph
Ein Seismograph in der Ausstellung registriert Schwingungen auch weit entfernter Erdbeben, Zeugen der inneren Kräfte der Erde. Diese verändern im Laufe der Jahrmillionen die Oberfläche: Kontinente wandern und zerreissen, Ozeane entstehen und Gebirge türmen sich auf.

Pterophyllum         
Zur Photosynthese befähigte Lebewesen wie Pterophyllum, eine Fiederblatt-Farnpalme, aus dem unteren Keuper (295 Mio. Jahre alt), prägen die Erdatmosphäre seit rund 2.5 Mia. Jahren.

Evolutionswand
Eine sechs Meter lange Vitrine zeigt das zeitliche Vorkommen der wichtigen als Fossilien erhaltenen Tier- und Pflanzengruppen. Für jeden Zeitpunkt der Erdgeschichte ist auf der "Evolutionswand" ein Querschnitt durch die damalige Lebewelt ablesbar.

Pfeilschwanz
Vor 150 Mio. Jahren wurde der 14 cm lange Pfeilschwanz Mesolimulus walchi im Schlamm des Oberjura-Meeres beim heutigen Solnhofen (Bayern) eingebettet.
 

  • Führung

    Steine der Erde

    AuskunftDauerPreisTeilnehmerzahl

    Marlis Zaugg 031 350 72 96
    oder 031 350 71 11
    marlis.zaugg@nmbe.ch

    ca. 1 StundeFr. 100.- pro Führung plus Eintritt Fr. 6.- pro Personca. 20 Personen
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